Andreas Münz

Neujahrsbrand 2017

Der erste Brand im neuen Jahr fand am 2. Januar statt. Diesmal hatte ich Glück mit dem Wetter, weil es nicht regnete und nicht zu kalt war. Es lag zwar Schnee, aber mit Temperaturen um den Gefrierpunkt war es für die Jahreszeit relativ mild.

Der Ofen war ausschließlich mit roh glasierten Stücken gefüllt. Deshalb war es nötig sehr langsam aufzuheizen. Um 15 Uhr am 1. Januar zündete ich die Gasbrenner. Bis 3 Uhr nachts war der Ofen gleichmäßig ausgetrocknet und auf ca. 100 ° aufgeheizt. Bis 12 Uhr am nächsten Tag lief der Brand planmäßig ab. Danach gab es einen rapiden Temperaturanstieg, den ich so noch nicht erlebt habe. Da ich aber vorher schon lange genug im Schrühbereich gehalten hatte ließ ich es geschehen, ohne drastisch einzugreifen und beschloss den Ofen über längere Zeit über 1200° zu halten. Das lief problemlos. Durch Kontrolle der Primär- und Falschluftzufuhr ließ sich die Temperatur sehr gut steuern. Der Holzverbrauch war erstaunlich gering. Verwendet wurde Eiche und Buche.

Durch das lange Halten der hohen Temperatur sind alle Kegel bis zum 13er gefallen. Die gemessene Höchsttemperatur war 1369°. Es gab reichlich Ascheanflug. Die mit Glut bedeckten Stücke haben sehr schöne Farben entwickelt. Der Brand dauerte insgesamt 29 Stunden.