Andreas Münz

Brand Juli 2016

In diesem Sommer wechselt das Wetter kontinuierlich zwischen wenigen trockenen heissen Tagen und darauf folgenden Unwettern. Leider wurde ich im frühen Stadium des Brandes von einem Gewitter und Starkregen überrascht.

Eigentlich war ich froh, dass es am Vortag geregnet hatte, weil ich sonst wegen der sommerlichen Waldbrandgefahr nicht hätte brennen können, aber leider wurde das Brennholz vollkommen durchnäßt.

Da ich den Brand nicht mittendrin abbrechen wollte, musste ich notgedrungen mit feuchtem Holz feuern. Ich weiss, dass das gegen Ende des Brandes gezielt eingesetzt werden kann, um besondere Effekte zu erzielen. Über die gesamte Brenndauer hinweg waren die Auswirkungen allerdings verheerend. Im gesamten hinteren Bereich des Ofens wurde der Ton aufgeweicht und hat Blasen geworfen. Wären die Stücke geschrüht gewesen, wäre das wahrscheinlich nicht passiert. Die roh eingesetzten Stücke sind aber besonders empfindlich.

Der Brandverlauf war insgesamt unauffällig. Daran war nichts aussergewöhnliches zu erkennen. Trotz feuchtem Holz und hoher Luftfeuchte war der Temperaturanstieg gut zu steuern und der Brennverlauf wie immer.

Im vorderen Bereich sind trotzdem schöne Resultate entstanden. Die Glasur hat sich durch die Feuchte teilweise zusammengezogen und eine interessante netzwerkartige Struktur gebildet.

Trotz eines insgesamt schlechten Brandes sind genügend gute Stücke entstanden. Eine hart erworbene Erkenntnis: brenne nicht mit feuchtem Holz!