Andreas Münz

Brand April 2017

Ich hatte bereits Anfang April mit dem Einsetzen des Ofens begonnen. Wegen schlechten Wetters zog es sich bis Ende April hin. Ich kann mich an keinen April erinnern, in dem es so viele Nachtfröste gab. Es war zwar ständig bewölkt, hat aber kaum geregnet.

Bei diesem Brand habe ich zum ersten Mal ohne Bagwall gebrannt. Statt dessen habe ich mehrere hohe Vasen eingesetzt, um den Flammenweg zu beeinflussen. Gebrannt wurde mit Kiefer, Eiche und Buche. Wie bei den letzten Bränden gab es gegen Ende des Brandes Schwierigkeiten mit zu viel Glut. Diesmal habe ich die Glut in den Ofen hinein geschaufelt, um die Effekte aus dem vorderen Bereich auch weiter hinten zu erreichen. Das hat gut geklappt und ich werde es in den nächsten Bränden wiederholen.

Nach 30 Stunden habe ich den Brand beendet. Offenbar war ich so erschöpft, dass ich die übliche Routine nicht eingehalten habe und nach dem Versiegeln aller Öffnungen das Schließen des Schornsteinschiebers vergessen habe. Der Schock war am nächsten Morgen groß als die Temperatur nicht die erwarteten 600  – 700 ° hatte, sondern nur noch 120. In der Brennkammer war immer noch viel Glut und nach dem Schließen des Schiebers dauerte es noch bis zum nächsten Tag, bis ich den Ofen schließlich komplett öffnete. Zu meiner Überraschung sahen die Ergebnisse nicht anders aus als sonst. Abkühlrisse gab es auch nicht. Wird die Abkühlgeschwindigeit überbewertet?